Bonobo: Fragements – Album (2022)

Review zu Bonobo – Fragments (Album) – 2022
Bonobo - Fragments

Artist: Bonobo
Title: Fragments
Land of Origin: UK, Leeds / USA, Los Angeles
Label: Ninja Tune
Release Date: 14. Januar 2022
Genre: Electronica
12 Tracks • 51m 16

Hi-Res

Available on qobuz in
24-Bit / 44.1 kHz – Stereo

Dolby Atmos 45

Available on Apple Music und TIDAL
im Dolby Atmos

UK-Flag 45

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Erste Impressionen

Nein, du schläfst nicht mehr. Das ist kein Traum. Diese Musik klingt wirklich so beruhigend, so harmonisch, so elegant und so, ja, elysisch. Mit „Fragments“ ist Bonobo ein wahres Meisterwerk gelungen. Mit seinem siebten Studioalbum seit Jahrtausendbeginn hat der aus Leeds stammende Electronica-Tastenguru ein faszinierendes Album geschaffen, das aus treibende Beats und elegische Klangteppiche einen eigenen hypnotisierenden Downtempo-Kosmos formt verbindet, das einem das Gefühl vermittelt, in saugfähiger Baumwolle zu tanzen.

Garniert mit perfekt platzierten Gastauftrittzutaten ausgesuchter Sängerinnen und Sänger, lädt uns Bonobo für eine gute Stunde auf einen Schwebeflug durch sein beneidenswert schönes Parallel-Universum ein. Bonobo’s Fragements ist bestens empfohlen als neuer Soundtrack für ambitionierte Träumer.

Bonobo und seine Musik
Bonobo Portrait

Typisch für Bonobos Musik ist die Kombination von Live-Instrumentierung mit elektronischen Klängen. Bei Konzerten wird er meist von einer Live-Band begleitet und spielt selbst den Bass. Oft arbeitet er mit weiblichen Sängern zusammen (u.a. Speech Debelle, Erykah Badu, Andreya Triana, Bajka, Szjerdene), gelegentlich auch mit männlichen Sängern. Er tritt aber auch solo als DJ auf, Ninja Tune hat bisher zwei DJ-Mixe von ihm veröffentlicht.

Seine Musik wird in der Regel dem Downtempo zugeordnet, enthält aber auch Elemente von Acid Jazz, Ambient und anderen Subgenres der elektronischen Musik sowie von Hip-Hop und Soul.

Das Album Fragments

Fragments ist eine Abfolge von 12 akustischen Statements mit einigen der heißesten und hüftschwingendsten Grooves, die Simon Green aka Bonobo je geschaffen hat. Die Balladen sind perfekt inszeniert; sie fangen eine sich im Wandel befindliche Welt ein und und sind durchdrungen nach dem tiefsten Wunsch nach Hoffnung.

Es war zunächst eine harte Arbeit, die Ideen in ein musikalisches Konzept zu gießen. Green, der es seit Jahren gewohnt ist, ständig auf Tournee zu sein, arbeitet am besten, wenn er in Bewegung ist – aber der weltweite Lockdown zwang ihn zum Stillstand.

Das Album entstand während seiner von der Pandemie ihm aufgezwungenen Soloabenteuern in der kalifornischen Natur, in der einsamen glühende kalifornischen Wüste – um Abstand von den Lockdowns und Waldbränden gewinnen zu können.

Bonobo

Der Song „Tides“ mit der Chicagoer Sängerin und Dichterin Jamila Woods war der Schlüsselsong, um den herum sich das Album langsam auskristallisierte. „Ich wusste, dass ich mir einen Kern zu dem Album hatte, ich wusste, wie das Ganze klingen würde“, sagt Bonobo. Bei der Zusammenarbeit mit Miguel Atwood-Ferguson kristallisierten sich musikalischen Grundthemen des Albums heraus. Die Aufnahme mit echten Orchestermusikern in echten Studios half dabei, den Songs noch mehr Leben einzuhauchen.

Auch ein rhythmisches Gerüst begann sich herauszubilden: Die Strukturen britischer Bass-Sounds und Rave infiltrierten die Beats, aus sich dann Tracks wie „Otomo“ und „Sapien“ formten. Das von Old School, Detroity, Moodymann und Theo Parrish inspirierte „Shadows“ wurde mit seinem Freund Jordan Rakei aufgenommen.

„Rosewood“, „Closer“ und „Counterpoint“ beginnen jeweils mit einem ekstatischen Ausbruch, breiten sich dann aber überraschend in weiten elektronischen Wunderwelten aus. Somogyis Harfe und Atwood-Fergusons Streicher vermischen sich in dem wolkig beatlosen „Elysian“. Zwei Balladen runden die zweite Hälfte des Albums ab: „Day by Day“ mit Kadhja Bonet und „From You“ mit Joji.

Das Zentrum auf Bonobos neuem Album Fragments ist jedoch meist vom Dancefloor bestimmt, „ich habe mich wieder daran erinnert, wie sehr ich Menschenmengen in Bewegung liebe und wie sehr dann Menschen miteinander verbunden sind“, sagt Green. Aber nicht nur die Uptempo-Rhythmen haben einen vom Positivmus bestimmten Flair, auch in den introspektiven und melancholischen Tracks schwingt immer Freude mit.

Unterm Strich

Fragments ist ein faszinierend großartiges Album, das in Hi-res 24 Bit / 44.1 kHz vorliegt und über das gesamte Frequenzspektrum hinweg exzellent klingt. Bei Tidal und Apple Music gibt es das Album zudem in Dolby Atmos vor – der Sound umflutet Dich aus allen Richtungen und lässt Dich eins werden mit den exquisiten Klangwelten Bonobos.

Rating for Bonobo Fragments (Album, 2022)
cover 800
Music
Format 24 Bit / 44.1 kHz
Höhen / Treble
Mitten / Mids
Bass
Räumlichkeit / Spaciality
Dolby Atmos

Summary

Max: 5 Points

4.9
Listen to it

Mein Test-Equiment:

Studio 1 (High End):

  • 2 x System Audio SA Mantra 50 (front)
  • 1x System Audio SA Mantra 10 AV (center)
  • 2x System Audio SA Legend 5 (Rear)
  • 1 x System Audio Saxo 10 (Subwoofer)
  • 4 x Onkyo SKH-410 (B) (Dolby Atmos)
  • Auralic Altair (Audio Streaming Client mit max. 32 Bit / 384 kHz)
  • NVIDIA Shield Pro mit Plex, Kodi (max 192 kHz für  Audio, Tidal (MQA Streaming Client)
  • AppleTV 4K (Streaming Client) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
  • Amazon Cube 4K (Streaming Client) Dolby Atmos (restricted), HDR, Dolby Vision
  • Panasonic DP-UB9004 (4K UHD Player) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
  • Oppo UDP-203 (4K Ultra HD Blu-ray Disc Player) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
  • Yamaha CX-A5100 (Preamp) 4K, Dolby Atmos, Hi-res
  • Yamaha MX -A5000 (Power Amp)
  • Sony KD-55A1 (TV) 4K OLED, HDR, Dolby Vision

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