Caoilfhionn Rose – Constellation – Brilliant Album – 2024

Review zu Caoilfhionn Rose – Constellation – Album – Gondwana Records – 2024
Facts
Caoilfhionn Rose - Cnostellation

Artist: Caoilfhionn Rose
Country of Origin: Manchester, UK
Title: Constellation
Format: Album, Stream, Download, Vinyl
Genre: Singer/Songwriter, Ambient
Label: Gondwana Records
Release Date: 24. Mai 2024
10 Tracks • 39m 17s

Hi-res 42

At qobuz available in Hi-res
24 Bits / 96 kHz – Stereo

UK-Flag 42

English translation? Click on the button in the
right sidebar or scroll down on mobile devices

Review

Am 24. Mai 2024 ist das neue Album „Constellation“ von Caoilfhionn Rose auf dem Label Gondwana Records erschienen und ist auf allen bekannten Streaming und Downloadplattformen erhältlich.

Mit ihrem dritten Gondwana-Album „Constellation“ ist Caoilfhionn Rose aus Manchester als Künstlerin erwachsen geworden. Sie hat tief in sich hineingehorcht und neue experimentelle Wege gefunden, um ihr Staunen über die Schönheit der Natur, ihre Liebe zur Musik in all ihrer Vielfalt und ihren Glauben an die regenerierenden Kräfte zum Ausdruck zu bringen ud setzt so einen wichtigen Akzent in der unruhigen Post-COVID-Welt.

Kraftvoll, forschend und immer neugierig hat Caoilfhionn (sprich: ‚Keelin‘) eine Stimme gefunden, die zugleich traditionell und modern ist. Dabei nutzt sie mutig moderne Technologien, um traditionelles Liedgut in die Mitte der 20er Jahre unseres Jahrunderts zu übertragen.

Die zehn Tracks auf „Constellation“ haben ihre Wurzeln im Folk, im Jazz und in den traditionellen Melodien des 20. Jahrhunderts, und doch scheinen sie einen magischen, entrückten Raum zu erschaffen, den sie selbst geschaffen hat, indem sie das Klavier mit Synthies mischt und eine Live- Rhythmussektion mit Saxophonverzierungen und Ambient-Samples zu einer zukunftsweisenden Produktionstechnik verbindet.

Dieses unglaublich beeindruckende Album ist selbstbewusst, experimentierfreudig und oft atemberaubend schön. Es kündigt Caoilfhionn Roses Ankunft als neue kreative Kraft im Jahre 2024 angemessen und eindrucksvoll an.

Caoilfhionn hat ihren Sound schon immer mit großem Engagement vorangetrieben. Als eine Krankheit in ihren späten Teenagerjahren den Beginn ihres Musikstudiums an der Newcastle University verzögerte, nutzte sie die Zeit konstruktiv. Sie machte ein Diplom in Musikproduktion und Tontechnik an der Manchester MIDI School (jetzt School of Electronic Music), die sich stark auf elektronische Musik konzentrierte und ihr eine fortschrittliche Einstellung zur Soundgestaltung vermittelte.

Portrait 1 Credit EmilyDennison
Caoilfhionn Rose (© Emily Dennison)

„Das war die beste Entscheidung für mich, denn ich lernte, wie man Logic benutzt, von den Grundlagen bis hin zur Exploration, und auch ein paar Live-Aufnahmen. Eigentlich war es ein Kurs für DJs, aber ich begann damit, die Elektronik mit meinem eher folkigen, traditionellen Hintergrund zu verbinden.“

Während ihres Musikstudiums an der Universität in Newcastle spielte sie mit Klangexperimenten und Field Recordings herum und veröffentlichte Tracks online unter dem Pseudonym Audrey Daydreamer und schließlich eine EP unter ihrem eigenen Namen auf Soundcloud und Bandcamp.

Und so kam ich zu Gondwana“, erklärt sie, „weil Matthew [Halsall, der Chef des Labels] die EP fand und feststellte, dass ich jetzt in Didsbury lebe, in der Nähe seines Wohnortes. Er kam, um mich in einem Café namens The Art of Tea spielen zu sehen, und danach fragte er mich, ob ich für Gondwana aufnehmen wolle.“

Auf „Constellation“ finden sich Beiträge von Matthew Halsalls Rhythmusgruppe, dem Schlagzeuger Alan Taylor und dem Bassisten Gavin Barras, sowie von Jordan Smart von Mammal Hands, dessen geschmeidiges Saxophon den meisten Songs eine ganz besondere Note verleiht. Außerdem sind zu Gast: John Ellis, ehemaliges Mitglied des Cinematic Orchestra, der am Ende von „Fall Into Place“ selig in die Tasten haut, und der Produzent Aaron Wood, der mit einer Reihe von Ambient-Samples in „Rainfall“ für eine wunderschön strukturierte Klangkulisse sorgt.

„Ich liebe es, immer offen für Kollaborationen zu sein“, schwärmt Rose, „und dieses Album ist eine Collage, die all diese Einflüsse, Klänge und Akteure zusammenbringt und die Produktion experimentierfreudig gestaltet.“

Caoilfhionn Rose über das neue Album „Constellation“

Für diesen Ausflug kehrte Rose selbst zu ihrem ersten Instrument, dem Klavier, zurück und webte zahlreiche eingängige Melodien in den Mix ein. Da sie keine Zeit vergeuden wollte, hat sie sich während der COVID-Isaolation einige Wochen lang mit einem Master-Studium am Royal Northern College of Music befasst, das sie natürlich größtenteils online absolviert hat.

Auf „Constellation“ erweitert sie das Spektrum ihres Gesangs, weg von dem rein natürlichen Ausdruck ihrer früheren Produktionen, hin zu einer Verwendung als Instrument, manchmal mehr als abstrakter Klang denn als konventionelle verbale Darbietung.

„Es ist alles spielerisch und experimentell“, fasst sie zusammen, „um zu sehen, was wir mit unserer Fantasie erreichen können.“ Und sie hat gelernt, „ihre künstlerische Freiheit zu nutzen, um die Worte einfach so sein zu lassen, wie sie sind“, und Songs auf eine momentane, impressionistische, fast malerische Weise zu schreiben.

Ein Beispiel dafür war, wie ihr der Begriff ‚constellation‘ während der Produktion des Songs spontan in den Sinn kam – „wie aus den Weiten des Kosmos“ – und genau so wurde er aufgenommen. Es schien auch sinnbildlich für viele Aspekte des Albums zu sein – das Thema der Verbundenheit, ihre kleine Gruppe von Musikern aus der Gondwana-Familie und ein allgegenwärtiges Gefühl von Ehrfurcht vor dieser Musik – wie beim Blick in den nächtlichen funkelnden Sternenhimmel. Und natürlich war es dann auch der passende Albumtitel.

The Bottom Line

So entstand aus Caoilfhionn Roses Collage aus verschiedenen Einflüssen und Inspirationen, Akteuren und Prozessen ein wunderbares und leise kraftvolles Werk, wie ein Zeugnis für künstlerische Abenteuer, für Improvisation und harte Arbeit, für das Vertrauen in unsere Verbindung zur Natur, zu anderen Menschen um uns herum und zur Musik selbst. Somit verdient es „Constellation“, als Album am Ende des Jahres auf einem erhabenen Podest zu stehen, zu Staunen, Verwöhnen und zum bedächtigem Genießen der schönen Seiten des Lebens.

Das Album liegt mit 24 Bit / 96 kHz im Hi-res Format vor und klingt über das gesamte Frequenzspektrum hinweg Track für Track erhaben und wohl temperiert.

Rating
  • Resolution: 24 Bit / 96 kHz (Hi-res)
  • Höhen / Treble
  • Mitten / Mids
  • Bass
  • Räumlichkeit / Spaciality
  • Music
5

Overall Rating (max. 5 out of 5 Stars)

Cover 800 6

Listen & Buy

Mein Testequipment

Studio 1:

  • 2 x System Audio SA Mantra 50 (front)
  • 1 x System Audio SA Mantra 10 AV (center)
  • 2 x System Audio SA Legend 5 (Rear)
  • 1 x System Audio Saxo 10 (Subwoofer)
  • 4 x Onkyo SKH-410 (B) (Dolby Atmos)
  • Cambridge DAC Magic Plus
  • NVIDIA Shield Pro mit Plex, Kodi (max 192 kHz für  Audio, Tidal (MQA Streaming Client)
  • AppleTV 4K (Streaming Client) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
  • Sony X-700 4K UHD Player) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
  • Panasonic DP-UB900 (4K UHD Player) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
  • Amazon Cube 4K (Streaming Client) Dolby Atmos (restricted), HDR, Dolby Vision
  • Denon AVR-X3600H (Preamp Mode) 4K, Dolby Atmos, Hi-res
  • Yamaha MX-A5000 (Power Amp)
  • Sony KD-55A1 (TV) 4K OLED, HDR, Dolby Vision
Teilen mit ...