Holly North – No City, No Sea – Brilliant Album – 2024

Review zu Holly North – No City, No Sea – Album – 2024 – Ki Records
Facts
Holly North

Artist: Holly North
Country of Origin: Berlin, Greifswald, Germany
Title: No City, No Sea
Format: Album, Stream, Download
Genre: Deep House, Progressive House
Label: Ki Records
Release Date: JAN 26–2024
10 Tracks • 45m 55s

Hi-res 42

At qobuz available in Hi-res
24 Bits / 44.1 kHz – Stereo

UK-Flag 42

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Review

Am 26. Januar 2024 hat Holly North das neue Album NO CITY, NO SEA“ bei Christian Löfflers Label Ki Records veröffentlicht und ist bei allen bekannten Streaming und Download-Plattformen verfügbar, zudem gibt es auch eine Vinyl-Version bei „Hanseplatte“.

Der von der Ostseeküste stammende Holly North wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren und war schon als Kind von Musik umgeben. Im Alter von sieben Jahren lernte er Cello, bevor er sich im Teenageralter an Klavier und E-Bass wagte. Neben einer frühen musikalischen Ausbildung erfuhr er auch eine sehr starke politische Prägung und entwickelte schon in jungen Jahren durch sein Leben in Greifswald (Deutschland) ein ausgeprägtes politisches und soziales Bewusstsein.

Holly North

Nach einem Aufenthalt in New York tauchte er die elektronische Musikszene ein und machte sich schnell einen Namen durch eine Reihe gefeierter Veröffentlichungen, darunter seine 2021 erschienene Single „Youth“, die allein auf Spotify über eine Million Streams verzeichnete. Anfang des Jahres 2024 wechselte Holly North dann zu Ki Records, dem Label von Christian Löffler.

Hollys Devise bei der Musikproduktion ist einfach: „Immer anders und immer neu!“, wobei er seine elektrisierende Innovationskraft stets mit dem nötigen Maß an Zurückhaltung mischt. Er liebt es, aus seinem eklektischen und vielfältigen musikalischen Fundus zu schöpfen, indem er Akustisches und Elektronisches zu einer tiefgründigen, melodischen Melange verarbeitet.

Auf dem neuen Album NO CITY, NO SEA hat Holly North verschiedene musikalische Gedankengänge zu „mehrdeutigen melodischen Reminiszenzen aus fast vergessenen Noten“ zusammengestellt und kuratiert. „Wie in einer Allegorie“ präsentiert jeder Track in aufgeklärter Weise ein bedeutungsvolles Konzept, illustriert mit einem einfachen musikalischen Narrativ. Die Geschichten lassen Raum für Interpretation und Subjektivität und ermutigen den Hörer, sich das herauszupicken, was er in diesem Moment gerade braucht.

So kreiert Holly kleine Soundperlen, die als Background für verschiedene Situationen genutzt werden können, sei es „in einem Club oder auf einem Festival, aus einem Bluetooth-Lautsprecher am Strand oder aus schlecht sitzenden Kopfhörern auf dem anstrengenden Weg zur Arbeit“. Er möchte mit seiner Arbeit immer das Ziel erreichen, dass sich die Musik der jeweiligen individuellen Situation anpassen möge und diese vielleicht sogar beeinflussen kann. Jeder Track demonstriert eine andere Facette seines Könnens und ist ein Teil eines faszinierenden musikalischen Projekts.

„Was Sie hören, ist eine Reise der Farben, eine Allegorie von Gedanken und Gefühlen, die einerseits stets zu schwer zu erzählen ist, andererseits aber oft genug zu schnell in Vergessenheit gerät“.

Die Single „Falling“ aus dem Album erschafft eine Klanglandschaft, in deren Mittelpunkt sorgfältig ausgearbeitete Melodieführungen stehen. Der Gesang ist leicht verzerrt, sodass der Eindruck entsteht, er käme aus der Ferne, während die Lyrics vom „Einschlafen mit einer Melodie“ singen und der Hörer sich in einen Zustand zwischen Bewusstsein und Nichtbewusstsein versetzt fühlt.

„Frontiers“ steht für eine furchtlose Erforschung von Sounds. Durch das Experimentieren mit der Instrumentierung schafft Holly eine mitreißend unbeschwerte Atmosphäre, die gleichzeitig unverwechselbar seine eigene Handschrift trägt. Mit dem Track „Jump High“ ändert sich die Stimmung des Albums auffallend. Holly schmeißt alle Hemmungen über Bord und experimentiert mit Klängen und Gesang, um so einen unbekümmert vergnüglichen und eingängigen Song zu schaffen.

Das gesamte Album bietet eine Sammlung von nostalgisch angehauchten, dabei aber stets dynamischen Tracks, in denen der Hörer die passende Begleitung zu all jenen Gedanken, Emotionen und Konzepten findet, die sich manchmal zu groß anfühlen, um sie mit Worten allein auszudrücken. „Der Sound versucht, die Komplexität und die Grenzen des Denkens aufzulösen, während er die jeweilige Botschaft des Songs ständig transformiert und neu erfindet.“

Rating
  • Resolution: 24 Bit / 44.1 kHz (Hi-res)
  • Höhen / Treble
  • Mitten / Mids
  • Bass
  • Räumlichkeit / Spaciality
  • Music
4.7

The Bottom Line (max. 5 out of 5 Stars)

Gut gemacht, Holly. „No City, No Sea“ ist ein exzellentes Album!cover 800 2

Listen & Buy

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