Erik Heirman – Course of Love – EP – 2022

Review zu Erik Heirman – Course of Love – EP
Facts zu Erik Heirman – Course of Love
Course of Love

Artist: Erik Heirman
Country of Origin: Switzerland, Zürich
Title: Course of Love
Format: 3 Track EP
Release Date: 21.09.2022
Label: Circle of Influence Records

Hi-res 42

Available on Apple Music in
24 Bit / 44.1 kHz Hi-Res, stereo

UK-Flag 45

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About Erik Heirman

Erik Heirman ist ein niederländisch-südamerikanischer Musiker, mit Wohnsitz und Familie in der Schweiz. Er hat zurzeit zwei aktive Musikprojekte: Erik Heirman und Setsuna. Während sich Setsuna Down-Tempo-Themen widmet, ist Erik unter seinem eigenen Namen mit Melodic Techno unterwegs.

Setsuna hat zwei Alben auf Sine Music veröffentlicht: „Spontaneous“ im Jahr 2011 und „Evolve“ im Jahr 2017. Diese Veröffentlichungen wurden von Radiosendern wie Ibiza Sonica und Klassik FM ausgestrahlt und die Songs wurden auf führenden Chill-out-Compilations weltweit veröffentlicht. Ein Continuous Mix von Setsunas Musik hat es auf 4,7 Millionen Streams auf YouTube gebracht.

Sein neuestes Projekt unter dem Namen Erik Heirman konzentriert sich auf tiefe, hypnotische Clubsounds und kombiniert Elemente von melodischem Techno, Deep House und Minimal/TechHouse. Seine Debüt-EP „DADA“ wurde im September 2021 auf Sine Music veröffentlicht.

Eine neue Setsuna EP mit dem Titel „Zäme“ wurde am 22.2.22 auf SINE Music veröffentlicht.

Ab dem 8.8.22 wird Erik Heirman jede Woche einen Track veröffentlichen. Der erste Track trägt den Titel „Noa“ und wurde gemeinsam mit seinem ältesten Sohn produziert. Diese Tracks werden zum kostenlosen Download auf der Website und bei Soundvzur Verfügung stehen und sind zudem bei Spotify und Apple Music verfügbar.

Review

Ich sitze vorm Schreibtisch und will das Review zu Erik Heirmans grandioser EP „Course of Love“ schreiben. Ich denke allenfalls Wortfetzen, ich hab ’ne Schreibblockade. Im Hintergrund läuft Course of Love in der Vocal Version mit 6:54 Minuten. Der Sound hat Magie, eine schwarze Magie und projiziert einen Wortfetzen nach dem anderen an die Wand. „Love“ steht da plötzlich an die Wand geschrieben, die Schrift verliert die Kontur, verläuft auf der Wand blutrot nach unten, tropft auf den Boden.

Die drei Versionen (Vocal, Radio Edit und Instrumental) unterscheiden sich nur in Nuancen, die Instrumental-Version aber wirkt etwas statisch, da die Magie der Stimme völlig fehlt. Der Radio Edit ist kürzer, kompakter und wirkt schneller – oder spielt mir meinen Vorstellungskraft gerade Streiche?

Portrait 800

Also die Vocal Version mit unendlichen 6:54 Minuten isses also. Der Track projiziert nicht nur Wortfetzen an die Wand, der Track ist mit seinem trudelnden Beat der allerbeste Soundtrack durch das Reich der Imagination.

Mit seinen unendlichen Ebenen elektronischer Maserungen, die andauernd untereinander diffundieren, lässt der Track Farben und Formen um mich herum tanzen, vor meinen Augen kreisen, in meine Ohren eindringen, langsam zum Munde wieder herausquellen.

Course of Love verhält sich wie ein schwarzes Loch, dass Dich mit stets zunehmender Geschwindigkeit in dieses verdammte schwarze Nichts hineinzieht, Du torkelst tanzend durch den Ereignishorizont und verschwindest mehr und mehr in der schwarzen Hölle, erst Deine Arme, dann Dein Oberkörper, Dein Kopf, alles von dir ist … weg.

Course of Love nimmt Dich mit auf diesen unwirklichen, magisch morbiden Trip, – und ich mag das, ich mag das sehr, ich mag das total, dieses Driften, Schweben, Drehen, Torkeln. Der Sound ist magisch, irgendetwas beschleunigst Deine Reise stetig und Du verlierst Deine Gestalt.

Course of Love ist wie der Soundtrack zu Deiner Reise durch das schwarze Loch, auf der Suche nach der, die Du nicht mehr finden kannst. Course of Love, eben, was Du übersetzen kannst mit:

  • Der Weg der Liebe
  • Verlauf der Liebe
  • Kurs der Liebe
  • Pfad der Liebe
  • Tanz der Liebe

Und egal, welche Übersetzung Du auch wählen magst, Course of Love bringt Dich am Ende nach 6:54 Mintuen an einen Endpunkt, der nie Dein Ziel war. Course of Love eben.

Alles für die Katz‘.

Schlusssequenz: Der Sound wird lauter, je lauter Du ihn hörst, desto besser wird der Track, am Ende materialisierst Du auf einem einsamen Exo-Planeten irgendwo in einer beschissenen habitablen Zone. Viel zu spät realisiert Du, dass es die Erde im Jahr 2222 ist, es gibt kein Leben auf diesem Planeten.

Du drehst die Anlage auf und Course of Love schreibt die Worte „Sie ist weg“ an die Wand, die Schrift verliert die Kontur, läuft blutrot die Wand hinunter und tropft auf dem Boden.
„Wo bist Du“, fragst Du, „Ich suche Dich“, zum ersten Mal gestehst Du es Dir ein: „Ich liebe Dich“, zum ersten Mal gestehst Du es IHR ein: „Ich liebe Dich“. Blutrote Eiskristalle schreiben die Worte in den Nebel, der Dich sanft umgibt, doch die Schrift verliert die Kontur, perlt blutrot die Nebelwand herab und tropft überall um Dich herum ganz langsam auf den Boden. Antworten gab es nie und wird es nie geben.

Rating
  • Resolution
  • Höhen / Treble
  • Mitten / Mids
  • Bass
  • Räumlichkeit / Spaciality
  • Music
4.8

Zusammenfassung

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Course of Love von Erik Heirmann ist eine großartige EP. Die Vocal Version ist grandios durcharraniert, mit vielschichtigen elektronischen Klangebenen, beinahe hypnotischen Vocals und faszinierenden Spannungsebenen. Nur: wo bringe ich diesen Track stilistisch unter? Klar, könnte man dem Feld Electro-Pop zuordnen, ich nenne es wegen dem hypnoschen Charakter des Tracks einfach mal Psychedelic House. Die Klangqualität über den gesamten Frequenzbereich ist exzellent, die EP wurde in 24 Bit / 44.1 kHz gemastert.

Listen & Buy

Mein Testequipment:

Studio 1 (High End):

  • 2 x System Audio SA Mantra 50 (front)
  • 1x System Audio SA Mantra 10 AV (center)
  • 2x System Audio SA Legend 5 (Rear)
  • 1 x System Audio Saxo 10 (Subwoofer)
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  • Yamaha MX -A5000 (Power Amp)
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