Ela Minus: acts of rebellion (Album) – 2021

Das Debütalbum der kolumbianischen Elektronik Produzentin Ela Minus mit dem bedeutungsschwangerem Titel “acts of rebellion” mit Wohnsitz in Brooklyn ist schon seit Oktober 2020 auf dem Markt. Doch es dauerte extrem lang, bis ich mit dem Album und all seinen Tracks vertraut geworden bin. Doch dies ist andererseits ein untrüglicher Beweis für die unglaubliche Qualität eines Albums.

Sicher, die drei Tracks “they told us it was hard, but they were wrong”, “el cielo no es de nadie (Der Himmel gehört niemandem)” und vor allem “megapunk” überzeugen mit ihrer exzellenten

Clubtauglichkeit und auf verweisen auf längst vergangene EBM-Zeiten. Doch alle anderen Tracks inklusive der Message, die hinter dem gesamten Album steckt, kommen deutlich ruhiger und melancholischer mit Querverweisen zu Kraftwerk und manchmal auch Tangerine Dream (N19 SNF) daher und verlangen dem Zuhörer sehr viel Entdeckungsarbeit ab – wie es bei einem außergewöhnlichen Album auch sein sollte.

So allmählich wird auch klar, wie Ela’s Message zu verstehen ist: „In meiner Musik geht es um kleine Widerstandsgesten im Alltag, um Solidarität und Gemeinschaftsgefühl. Bei aller Wut ist Liebe doch die schlagkräftigste Waffe“, sagt Ela dazu. Mit dem track „they told us it was hard, but they were wrong“ wird dann auch Ela’s DIY-Ansatz offenbar: mach’ es, mach’ es selbst, mach’s kompromisslos – ohne Software, ohne Laptops, nur mit den Maschinen. Ela hat „Acts of Rebellion“ komplett in Eigenregie eingespielt und produziert.

Ela weiß zu jedem Zeitpunkt, was sie tut, dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn nachdem sie Kolumbien verlassen hatte, studierte sie an dem berühmten Berklee College of Music Jazz und später auch Syntheziser. In den Clubs kam sie dann mit Techno und elektronischer Tanzmusik in Berührung. Nach dem erfolgreichen Abschluss erhielt Ela ein Jobangebot bei der Synthesizer-Firma Critter & Guitari und zog deswegen nach Brooklyn, NY um. Dort baute sie Synthesizer zusammen und programmierte sie auch, daneben neben arbeitete Ela als Tournee-Schlagzeugerin und arbeitete intensiv an Ihrer Solokarriere.
Ela’s Album “acts of rebellion” kann ich Euch wärmstens empfehlen, das Album ist ein Must-have und gehört mit zum besten, was die Elektronik-Szene seit Jahren hervorgebracht hat.

Facts:

Album: acts of rebellion
Artist: Ela Minus

Label: Domino Records
Electronic • 10 Tracks • 33m 48s

hires-audioBei Qobus verfügbar
in 24-Bit 96 kHz – Stereo

Hör- und Bestellmöglichkeiten sowie die Tracklist findet ihr in der folgenden Aufstellung:

Mein Test-Equiment:

Studio 1:
  • 2 x System Audio SA mantra 50 (front)
  • 1x System Audio SA Mantra 10 AV (center)
  • 2x System Audio SA Legend 5 (Rear)
  • 4 x Onkyo SKH-410 (B) (Dolby Atmos)
  • Auralic Altair (Audio Streaming Client)
  • NVIDIA Shield Pro mit Plex, Kodi, Tidal (Streaming Client)
  • Yamaha CX-A5100 (Preamp)
  • Yamaha MX -A5000 (Power Amp)
Studio 2:
  • Speaker: 2 x KEF LS-50 Wireless II Aktiv
  • DAC: Cambridge DAC Magic Plus
  • Kopfhörerverstärker/Vorverstärker: Auralic Taurus
  • Kopfhörer InEar: Shure SE846 mit ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel
  • Kopfhörer OverEar: Audeze EL-8
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